2. Mannschaft

II. Männer: FC Weißensee 03 gegen SV Alach II

Zum Spitzenspiel der Kreisliga standen sich am Samstag der Tabellendritte FC Weißensee 03 und der Tabellenvierten SV Alach II gegenüber.

Vorab sollte man erwähnen, dass die Partie den Begriff Spitzenspiel nicht verdiente. Was beide Mannschaften über 90 Minuten den Zuschauern boten, war doch eher Fussballmagerkost. Lediglich der gute Schiedsrichter verdiente sich an diesem Tag das Prädikat Spitzenleistung. Aber fangen wir mal von vorne an. Alach reiste wieder einmal stark geschwächt nach Weißensee, da einige Stammkräfte wie Gothe, Ziehrenner, Wolf, Mayer, Ramsthaler und Naranjo fehlten. Dafür halfen uns Ziegler und Kroupa aus, wofür ich mich nochmal bei Beiden bedanken möchte. Damit war zumindest die Unterzahl abgewendet worden und trotz allem eine schlagkräftige Truppe am Start. Die Vorgabe es ruhig angehen zu lassen und das Tempo im Laufe der ersten Hälfte stätig zu erhöhen, wurde von der Alacher Mannschaft irgendwie nicht richtig verstanden, denn außer viel Ruhe war nichts zu erkennen. Alach spielte wie eine Altherrenmannschaft, aber ohne jeglichen Biss oder Willens diese Partie zu gewinnen. Das gesamte Mittelfeld war ein Totalausfall, keine Laufbereitschaft, keine Kreativität – nichts. Die beiden Stürmer warteten vergebens auf irgendetwas Verwertbares und hingen förmlich in der Luft. Die Abwehr leistete sich den ein oder anderen Schnitzer, den die Platzherren nicht zu nutzen wussten. So hatte Weißensee in der ersten Hälfte mehr vom Spiel, nutzte aber diese Vorteile nicht konsequent. Torwart Semlow war wohl  der einzige Spieler bei Alach mit Normalform, denn alles was auf sein Tor kam hatte er sicher. So hoffte der Alacher Trainer, das man wenigstens das 0:0 in die Pause retten könnte, was aber nicht gelang. Als ein Weißenseeer Stürmer über die linke Seite zum Solo ansetzt, kann ihn Rose nur noch mit Foul am 16er vor dem Durchmarsch zum Tor hindern. Der fällige Freistoß landet unhaltbar zur 1:0 (38.) Führung im rechten oberen Eck. Der Alacher Trainer sichtlich angefressen, wartete geduldig auf den Halbzeitpfiff, damit er endlich die Alacher Spieler wieder munter machen konnte. Alles lief auf einen ungefährdeten Sieg von Weißensee hinaus. Dann war endlich Halbzeit. Alach stellte auf einigen Positionen um, und der Trainer klärte die Mannschaft darüber auf, das unser Durchschnittsalter in der Truppe bei ca. 26 Jahren lieg und nicht bei 45! Und so war man gewillt mehr fürs Spiel zu tun, was man auch sofort in Hälfte Zwei sah. Rose übernahm nun das Kommando im Mittelfeld, und die Zuspiele fanden nun endlich Abnehmer, denn alle Mannschaftsteile legten ein Schippe drauf. Weißensee versuchte schnellstmöglich das 2:0 nachzulegen, bekam aber nun endlich Wiederstand zu spüren. So wurde das Spiel gleichwertig. Und als ein Weißenseeer Spieler mit Gelb – Rot in der 53. Minute vom Platz musste, begann das Spiel langsam zu kippen. Endlich kam Druck über die Außenbahnen. Reindel, Woelk und Menge nutzten nun die sich bietenden Räume und brachten endlich Gefahr auf das Tor der Hausherren. Aber es dauerte noch bis zur 71. Minute, als endlich der Ausgleich fiel. Ein Freistoß von Rose aufs lange Eck geflankt, verwandelt Reindel per Kopf zum 1:1 (71.) Ausgleich. Weißensee spielte ebenso mit, man wollte den Sieg, aber mit nur noch 10 Spielern ließen zusehends die Kräfte nach. Das man am Ende sogar noch eine Niederlage hinnehmen musste, war schon bitter. Alach durch den Ausgleich nun mit Lust auf mehr, schaffte sogar in der 84. Minute den Siegtreffer. Ein perfekt vorgetragener Konter über die Stationen Löffler und Woelk, vollendet der eingewechselte Schenk zum umjubelten 2:1 Siegtreffer. Dabei blieb es bis zum Spielende. Weißensee verpasste es, das Spiel in der ersten Hälfte zu gewinnen. Alach konnte sich in der zweiten Hälfte steigern, und drehte das Spiel noch zum Sieg. Damit hatte der Aufsteiger Alach II sein Saisonziel von 27 Punkten bereits im ersten Rückrundenspiel erreicht – Glückwunsch.

 

Michael Semlow - Stefan Günther, Dirk Blasse, Mario Ziegler, Patrick Menge - Sascha Löffler, Hans Reindel, Florian Rose, Matti Woelk - Andreas Berner, Patrick Kroupa (59.) Felix Schenk

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