II. Männer: Sportfreunde Marbach II gegen SV Alach II

Sportfreunde Marbach II   :   SV Alach II   4 : 3

 

 

Das schwere Auswärtsspiel gegen die Sportfreunde Marbach war geprägt von vielen vorweihnachtlichen Geschenken auf beiden Seiten und einem Schiedsrichter, der sich auf dem Kriegspfad befand. Leider mussten wir diesmal ohne die beiden Stammkräfte Lusche und Buchwald in der Verteidigung auskommen – beide mussten wegen Krankheit passen. So ist es der Schiedsrichter, der das erste Geschenk an die Marbacher vergibt. Nach Eckstoss fängt Semlow den Ball sicher vor der Brust, kommt aber aus dem Gleichgewicht – anschließend aber mit der Hüfte am Pfosten zum Halten. Eine leichte Drehung zur Torlinie war auszumachen. Kein Alacher oder Marbacher reklamierte ein Tor, nur der Schiedsrichter sah aus einer Entfernung zur Torlinie von ca. 20 Metern den Ball im Tor zum 1:0 (2.) für Marbach. Lieber Schirie, auch in der 1. Stadtklasse muss der Ball mit vollem Umfang hinter der Linie sein, damit es als Tor gewertet werden darf! Den Marbachern war es egal, nach allgemeiner Verwunderung folgte die Freude über die frühe Führung. Alach – natürlich sauer – zeigte in der Folge eine sehr gute Reaktion und drängte Marbach zusehends in die Verteidigung. Und bereits in der 15. Spielminute kann Alach nach schönem Heber von Berner zum 1:1 ausgleichen. Und abermals ist es Berner, der die Führung zum 2:1 für Alacher erzielte. Diesmal gab es ein Marbacher Geschenk für die Alacher, denn der eher leichte Schuss schien haltbar. Zwischenzeitlich verteilte der Schiedsrichter gelbe Karten an die Alacher Ramsthaler und Weißhaupt – mit den schon nervigen ständigen Drohungen Spieler beim nächsten Vergehen vom Platz zu schicken. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, der Schiedsrichter hatte an diesem Tag eine Mission. Und als er den fälligen Strafstosspfiff gegen Woelk verweigerte – Woelk war allein auf dem Weg zum Tor vom Marbacher Keeper von den Beinen geholt worden – war klar, das wir diesmal nicht nur 11 Marbacher besiegen mussten. Wäre sein Name Bart Simpson - er hätte wohl spätestens jetzt 500 mal an die Tafel schreiben müssen: „Der Schiedsrichter ist unparteiisch!“ Aber auch Alach wollte die vorweihnachtliche Stimmung nicht trüben und machte Marbach wiederum ein Geschenk noch vor der Halbzeitpause. Günther, der ohne Bedrängnis den Ball auf der rechten Seite verliert und Marbach dadurch den Ausgleich zum 2:2 (42.) ermöglicht. Den ersten Schuss – nach gutem Pass nach innen – kann Semlow noch an die Latte lenken, der Nachschuss aber sitzt. So ging es trotz Überlegenheit von Alach mit einem 2:2 in die Halbzeit. Ein Gespräch in der Halbzeit mit dem Schirie, was Ihn den so gegen die Spieler von Alach aufbrächte, bekam ich zur Antwort, dass Ihn das laute Rufen der Spieler provozieren würde, und er, sollte dies nicht abgestellt werden, die entsprechenden Spieler vom Platz stellen würde! So drehte sich viel in der Halbzeitansprache darum, dem Schiedsrichter keinen Vorwand mehr zum Handeln zu geben. Marbach startete perfekt in die zweite Hälfte. Mit einem sehenswerten Spielzug können Sie bereits in der 48. Spielminute wieder die erneute Führung zum 3:2 erzielen. Und abermals bringt ein Geschenk der Marbacher an die Alacher den Ausgleich – ein Abwehrspieler köpft vor dem einschussbereiten Reindel den Ball selber zum 3:3 (50.) ins eigene Tor. Aber nur 7 Minuten später schlägt Marbach wieder zu und geht mit 4:3 (57.) in Führung. Dabei machte die Alacher Hintermannschaft keine gute Figur. Alach verstand es in den verbleibenden 30 Spielminuten nicht mehr den Druck im Mittelfeld zu entwickeln, der uns in der ersten Halbzeit so gut gelang. Marbach stand nun hinten sicher und verwaltete die Führung gekonnt. So lief das Spiel ohne zwingende Torchancen dem Ende entgegen, als der Schirie sich noch einmal in Erinnerung brachte. Nachdem ein Marbacher nach einem rotwürdigen Einsteigen an Wowra nur Gelb sah, bekam Reindel nach einem Pressschlag ebenfalls die gelbe Karte. Die Unverhältnismäßigkeit der Entscheidung quittierte Reindel mit einer Handbewegung zum Kopf, was der Schiedsrichter natürlich gerne mit Rot ahndete. Endlich……..Mission erfüllt. So blieb es am Ende beim Sieg für die Marbacher Zweite. 

 

Liebe Marbacher Sportfreunde, da Ihr uns als schlechte Verlierer darstellt, möchte ich doch dazu etwas schreiben. Ich habe nach dem Spiel niemanden gesehen, der Euch den Sieg nicht gegönnt hätte - wir nicht, der Schiedsrichter nicht und wohl auch kein Zuschauer, der was von Fußball versteht. Die Verärgerung von Reindel nach der roten Karte hat nichts mit Eurem Sieg zu tun und war nur der Tatsache geschuldet, das ausgerechnet er (Reindel) dem Schiedsrichter seine allwöchendliche Erleichterung verschafft hatte. Ich bitte daher in seinem Namen um Nachsicht. Da ich selber Marbacher bin, wünsche ich Euch natürlich den Aufstieg, da ich weiß, wie schön sich so ein Aufstieg mit einer zweiten Mannschaft anfühlt. Frohe Weihnachten!

 

Tor:

Michael Semlow

Abwehr:

Rene Ramsthaler

Stefan Günther  <-->  (65.)  Martin Synold

Charles Philipp

Eric Wachsmuth

Mittelfeld:

Felix Panier

Christian Wowra

Hans- Christian Reindel

Marco Weishaupt  <-->  (55.)  Ronn Ramsthaler

Angriff:

Andreas Berner

Matti Woelk

 

Karten:

Gelb: Ramsthaler, Weishaupt    Rot: Reindel

Bester Spieler:

Berner