II. Männer: SV Schmira gegen SV Alach II

Eine bittere 3:2 Niederlage kassierte am Wochenende die Zweite von Alach beim Aufsteiger in Schmira.

Nach dem klarem 5:0 Heimsieg in der Vorrunde waren eigentlich diesmal ebenfalls Punkte eingeplant. Aber eine der schlechtesten Auswärtsleistungen in dieser Saison, gepaart mit einer sehr grenzwertigen Zweikampfhärte der Gastgeber sorgten dafür, das Alach ohne Zählbares wieder die Heimreise antreten musste. So begann die Partie der Gastgeber von der ersten Minute extrem zweikampfhart. Die Kicker von Schmira waren mir in der Vergangenheit immer als faire Fußballer in Erinnerung, aber was da in der ersten Spielhälfte abging, war schon extrem! Gepaart mit einem Schiedsrichter, der sich das bis zur 15. Spielminute seelenruhig anschaute, bis er das erstemal Gelb zeigte. Es war ein Wahnsinn, was es da auf die Knochen gab. So war Berner nach 30 Minute bereits so angeschlagen, dass er eigentlich vom Platz musste. Aber er Biss die Zähne zusammen und blieb bis zum Schluss auf dem Feld. Wie bereits gesagt, bekamen die Gastgeber die erste von fünf gelbe Karte nach 15 Minuten. Als Reindel in den 16er eindrang und hart von den Beinen geholt wurde – Elfmeter – Nein, der Ball kommt zu Berner – rumms, wird auch er von den Beinen geholt – Elfmeter – Ja. Balßuweit verwandelt sicher zur 1:0 Führung. Und gleich im Gegenzug schläft die Alacher Hintermannschaft – Diemann kommt aus dem Tor und trifft Ball und Gegenspieler – Elfmeter. Auch dieser sitzt zum 1:1 (16.) Ausgleich. Und da sind wir auch schon beim grausamen Abwehrverhalten der Alacher. Was da zusammengeeiert wurde , war von außen nicht zu ertragen. Lusche, eigentlich als sicherer Pol bekannt, hatte einen gebrauchten Tag erwischt. Dies übertrug sich zunehmend auf seine Nebenleute, die ebenfalls keine gute Figur machten. Aber auch im Mittelfeld lief es kaum wie gewohnt. Beide 6er glänzten mit Abspielfehlern oder Ramsthaler und Ziehrenner, die sich kaum über die Flügel mal in Szene setzen konnten. So beschränkte sich die verbleibende Offensivkraft auf Reindel, Rose und Berner. Und waren sie mal in aussichtsreicher Position, dann gab es….. genau – auf die Knochen. So haderten wir mit dem Schirie, mit dem Gegner und wahrscheinlich auch mit dem Wetter, aber richtig Fußball spielten wir nicht. So hatte es Schmira leicht uns immer wieder in Verlegenheit zu bringen und sich gute Möglichkeiten zu erarbeiten. Immer wieder drangen Sie durch die löschrige Hintermannschaft, und erzielen ohne großen Widerstand die 2:1 (38.) Führung. Da konnten wir noch froh sein, das es für uns nicht noch schlimmer kam. So war in der Halbzeit eine Umstellung in der Abwehr dringend geboten. Lusche ging vom Platz und Ziehrenner wechselte in die Innenverteidigung. Eine entsprechende Halbzeitansprache und der Wille zum Besseren, zeigte von Beginn der zweiten Hälfte eine andere Alacher Mannschaft. Und es klappte perfekt, da Berner bereits in der 46. Minute den Ausgleich zum 2:2 einnetzt. Nun war Alach präsent, und spielte endlich so etwas wie Fußball. Da Schmira nun auch die rüde Gangart der ersten Hälfte  weg lies, entwickelte sich doch noch eine recht ansehnliche Partie. Alach drängte auf die Führung und Schmira konterte gefährlich „Hang abwärts“. Aber mit Ziehrenner in der Abwehr kam nun so etwas wie Stabilität in die Hintermannschaft und Schmira nicht mehr durch. Alach mühte sich das Ergebnis zu drehen, bekam aber nicht viele Möglichkeiten gegen die nun tief stehende Hintermannschaft von Schmira. Torchancen von Rose (70.) und Menge (86.) landeten am Außenpfosten oder gingen knapp am Tor vorbei. Und so entscheidet ein schöner Kopfball in den Winkel die Partie. Nach Eckball landet die einzige zwingende Möglichkeit von Schmira zum 3:2 Endstand im Netz. Alach verlor das Spiel in der ersten Spielhälfte, wusste sich aber in der zweiten Spielhälfte zu steigern. Wer ein Tor mehr schießt als der Gegner gewinnt das Spiel – dies hat Schmira geschafft. Aber vielleicht hätte man das auch ohne die harte Gangart der ersten Hälfte erreicht.

 

Florian Diemann - Patrick Menge, Georg Lusche (46.) Giovanni Naranjo, Stefan Günther (60.) Sascha Wolf - Michael Balßuweit, Sascha Löffler, Rene Ramsthaler, Hans-Christian Reindel, Oliver Ziehrenner - Andreas Berner, Florian Rose